[Achtung Sarkasmus]
1971 wäre Wien beinahe eine glückliche Zukunft bevorgestanden, vor allem den Bewohnern von Floridsdorf und Donaustadt. Bürgerinitiativen und Naturschutzvereinen ist es jedoch gelungen, dies zu verhindern.
Darunter leiden vor allem Hackler und Gewerbebetreibende bis heute.
Weil die im Bundesstraßengesetz 1971 festgeschriebenen Stadtautobahnen und Schnellstraßen dummerweise niemals gebaut wurden, sind sie nun Tag für Tag gezwungen, kostbare Lebenszeit zu verschwenden und viele Stunden im Stau zu verbringen.
Dabei lag die Lösung aller Verkehrsprobleme bereits klar auf dem Tisch. Das Bundesstraßengesetz 1971 hätte die Wiener reich beschenkt:
- Mit einer Bundesschnellstraße vom Praterbrücken-Anschluss Alte Donau durch die Obere Lobau nach Groß-Enzersdorf.
- Mit der Verlängerung der Donauuferautobahn entlang der Badestrände der Donauinsel bis hinunter zum Ölhafen.
- Mit einer Autobahnbrücke über die Donau, die nach einem Autobahnkleeblatt bei der Panozzalacke die Lobau kreuzt und in der Folge über Groß-Enzersdorf und Essling bis Aderklaa führt.
- Mit einer Stadtautobahn über den Donaupark und die Alte Donau, quer über das Donaufeld, nach Leopoldau und bis Stammersdorf (als Verlängerung der Brigittenauerbrücke)
- Mit einer Bundesschnellstraße zwischen Kagran und Essling.
- Mit der Autobahn-Verlängerung der Praterbrücke quer durch die Gemeindebauten von Stadlau und Hirschstetten.
- Mit der Verlängerung der Westautobahn durch das Wiental, die sich mit einer Gürtelautobahn in Hochlage bis zur Brigittenauerbrücke fortsetzt.
- Mit einer breiten Bundesstraße entlang der Vorortelinie – von Altmannsdorf über den Flötzersteig, Gersthof bis nach Heiligenstadt.
- Und mit einer Donaukanal-Schnellstraße.
Vogelbeobachter und Schmetterlingssammler
Obwohl dies alternativlos auf Papier gedruckt war, hat sich die Politik – den gesunden Menschenverstand missachtend – Querulanten, Vogelbeobachtern und Schmetterlingssammlern ergeben. Die Rädelsführer waren ein Polizeiinspektor, ein Sattlermeister, ein Malermeister, ein Buchrestaurator, zwei Zoologen, zwei HTL-Techniker, ein Beamter des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen und ein Ökologe, der es später zum Direktor des Naturhistorischen Museums bringen sollte (Grün:innen gab es noch keine).
Hätte man diese lästigen Vögel des Naturschutzes damals rechtzeitig zum Schweigen gebracht, müsste heute niemand über den sündteuren Lobautunnel streiten, niemand wäre gezwungen, im Stau zu stehen – und die Lebensqualität in Transdanubien wäre unübertrefflich! Ganz abgesehen vom wirtschaftlichen Aufschwung und den vielen neuen Arbeitsplätzen.
So etwas darf nie wieder geschehen.
In unseren Tagen heißt die Lösung:
Hausverstand, Haltung und gefestigte Meinung. Zu viele Informationen sind schädlich, Fakten sind wandelbar und hemmen den Fortschritt. Wissenschaftler sind, wie allgemein bekannt, ohnehin alle von den Grünen gekauft.
Die Amerikaner haben das Prinzip seit jeher beachtet: Mit Hausverstand und gefestigter Meinung sind sie immerhin auf den Mond gekommen, auch das Internet wurde nach diesem Rezept entwickelt, alle unsere Medikamente, das Mobiltelefon und neuerdings sogar die Künstliche Intelligenz.


